MASTERING

by Paul Liksza

Hören, Fühlen, Verstehen, Entscheidungen treffen

Jedes Mastering Studio verfolgt unterschiedliche klangliche Ziele. Mir erscheint es sinnvoll, meine Vorstellung von gutem Klang und wie ich zu dieser Vorstellung gekommen bin, einmal in Worte zu fassen.


Als Kind haben mich laute Bässe beeindruckt. Nicht selten waren diese vermeintlichen Bässe Raummoden, die also gar nichts mit der Musik zu tun hatten. Sie sind lediglich ein physikalisches Phänomen der Raumgeometrie. Als ich anfing meine ersten Aufnahmen zu produzieren, stellte ich fest, dass die aufgenommenen Signale oft zu dumpf waren und mehr Höhen vertragen konnten. Doch wieviel heller sollte ein Signal sein? Viele Hersteller (gerade im Consumer Bereich) arbeiten mit künstlichen Anhebungen im Höhenspektrum, um uns vorzugaukeln, dass deren Lautsprecher besonders edel und luftig klingen. Das macht eine objektive Einschätzung sehr schwierig. Neben den Höhen gibt es den noch wichtigeren Mittenbereich, der die menschliche Stimme umfasst. Ich habe, wie vermutlich die Meisten, auf Zwei-Wege-Lautsprechern angefangen zu arbeiten und mir nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht, ob z. B. Stimmen falsch dargestellt werden. Erst Drei-Wege-Systeme haben mir verdeutlicht, dass man gerade in diesem Bereich wichtige emotionale Entscheidungen, oft sogar unbewusst, trifft.

Alle bisherigen Gedanken sind natürlich stark vereinfacht dargestellt. In diesem 14 jährigen Entwicklungsprozess haben mich auch folgende Themen stets ausgiebig beschäftigt: Gehörtraining (nach Bob Katz), Raummoden, Nachhallzeit, Absorber, Diffusoren, Frequenzgang, Impulstreue, Phasenreinheit, Partialschwingungen, Gehäuseresonanzen, Akustische Entkopllung, Digitale Wandler, Röhren, Übertrager, Lautsprecherkabel, Stromversorgung, Netzfilter...

Mit jeder neuen Erfahrung habe ich die Raumakustik verändert oder bin auf andere Lautsprecher umgestiegen, um Musik so objektiv wie möglich zu hören, zu beurteilen, zu bearbeiten und zu genießen. Das alles hat mich schlussendlich zum Mastering geführt. Mastering ist die letzte Instanz einer CD Produktion und soll der Musik den letzten Schliff geben. Doch was ist jetzt gutes Mastering?

Meine Ziele



Balance

Das richtige Maß an Höhen führt zu Luftigkeit und Transparenz. Ein ausgewogener Bassbereich klingt satt und dröhnt nicht. Überbetonungen in den Mitten können mulmig klingen und müssen behoben werden.

Dynamik

Eine Symphonie darf ruhig, moderner Punk Rock hingegen aggressiv klingen. Das Genre bestimmt die Dynamik. Richtig eingestellt kann eine Aufnahme entspannt, kompakt, hektisch oder aggressiv klingen.

Färbung

Färbung wird vor allem durch spezielle Mastering Soft- und Hardware erreicht und wird oft mit Röhrenequipment assoziiert. Unter Färbung verstehe ich Attribute wie cremig, rau, fest oder verschwommen.

Lautheit

Wenn etwas lauter ist, wird es als besser bewertet. Laute Master verlieren aber oft an Tiefe und Gelassenheit. Für mich steht der Klang an erster Stelle und sollte nicht unter dem Lautheitswahn kommerzieller Produktionen leiden.

Technik, ja? nein?


Technische Geräte sollten immer hinterfragt werden. Ich betone es immer wieder gern: Unsere (geschulten) Ohren sind genauer als jedes Mikrofon und Messverfahren! Gute technische Werte sind notwendig für den Einsatz im Mastering, zum Schluss sollten aber immer unsere Ohren entscheiden. Nach unzähligen Blindtests, Jahren des Ausprobierens und immer wieder anregenden Diskussionen mit anderen Tontechnikern, setze ich Geräte und Software von folgenden Firmen ein: ATC Loudspeakers, Crane Song, Manley, Avalon, Digital Audio Denmark, Vovox Cable, Avid, Sennheiser, Liedtke Metalldesign, DA-X Workstations, DMG, FabFilter, iZotope, Acourate, Acustica Audio, Brainworx, Tokyo Dawn Labs, PSP, Soundtoys, Klanghelm, Liquid Sonics, Lexicon, Softube, Hofa, Slate Digital.

Fragen

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Testmaster

Ich biete kostenlose Testmaster bis zu einer Länge von zwei Minuten an. Mix und Master sollten immer bei gleicher Lautstärke verglichen werden!

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